Kärntner Kasnudeln

Kärntner Kasnudeln

DIE Kärntner Köstlichkeit schlechthin! Und mit etwas Salbeibutter verfeinert schmecken sie gross und klein…

An unserem zweiten Tag im südlichsten Bundesland Österreichs möchte ich Euch gern die berühmten Kärntner Kasnudeln vorstellen.

Zutaten für 4 Personen:
Teig:

    500 Gramm griffiges Mehl
    1 TL Salz
    1 Ei
    1 EL Öl
    Mehl für die Arbeitsfläche
    ca. 150 ml Wasser

Für die Topfen-Erdäpfelfülle:

    500 Gramm Bröseltopfen
    200 Gramm Erdäpfel (gekocht und püriert)
    80 Gramm Zwiebeln (fein geschnitten)
    2 EL Butter
    1 EL Petersilie (fein gehackt)
    1/2 EL Nudelminze (fein gehackt)
    1/2 EL Keferfill (Kerbelkraut)
    Salz
    120 Gramm Butter (zum Übergießen)

Ich kenne diese Köstlichkeit von einem echten Kärntner Wirt, in seinem Lokal ist das Gericht der Renner… und nun hab ich es für Euch nachgekocht und darf mit Freude das wunderbare Rezept vorstellen:

Zu Beginn am besten die Erdäpfel kochen und abkühlen lassen.
Anschliessend bereitet man den Teig wie folgt zu:
Mehl, Salz, Ei, Öl und etwas Wasser zu einem Teig kneten und zu einer Kugel formen – diese anschliessend in Frischhaltefolie einwickeln und etwa 30 – 45 Minuten rasten lassen.

Für die Fülle den Topfen mit den fein zerdrückten oder noch besser faschierten Erdäpfeln vermischen. Die Zwiebel in Butter goldig rösten lassen, die Kräuter dazugeben, mit Salz würzen und unter die Topfenmasse mischen. Aus der Masse entweder ca. 18, lieber 20 Kugeln formen und diese kreisförmig ausrollen oder den Teig ausrollen und die Kreise ausstechen. Jeden Kreis mit einem Löffel der Masse füllen, in der Hälfte zusammenklappen und die Ränder aufeinander drücken. Jetzt werden die Ränder gekrendelt.

Die Geschichte mit dem Krendeln… „Wer ned krendeln kann, der kriagt kan Mann!“
Ich versuche es mal zu erklären: Bei einem Ende der Nudel anfangen und den Teig am Rand einschlagen. Jetzt den Teig hochziehen und überschlagen, wieder hochziehen und umschlagen. So wird das bis ans Ende der Nudel gemacht.

Nach getanem Werk die Kasnudeln in Salzwasser ca. 12 Minuten ganz leicht kochen lassen. Herausheben, abtropfen lassen und mit herrlicher geschmolzener Salbeibutter übergießen.

Ein persönlicher Tipp am Rande: Kasnudeln lassen sich sehr gut einfrieren und können daher auch problemlos auf Vorrat hergestellt werden.
Wenn Ihr Nudeln aus einem dickeren Teigmantel lieber mögt, so verzichten auf das Ei – wodurch der Teig nochmal weicher wird.

Lasst es Euch schmecken,
Eure Sophie

Wer hätte es gewusst? Lovelypedia aus Kärnten:
Das südlichste Bundesland Österreichs ist voller Berge und Seen, geprägt durch seine südlichen Einflüsse. Der Namen „Kärnten“ kommt möglicherweise aus dem keltischen „carant“ soll liebend, also Freund bedeuten. Der langobardische Geschichtsschreiber und Mönch Paulus Diaconus erwähnte 663 das Land als „Sclavorum gens in Carnuntum, quod corrupte vocitant Carantanum“ was so viel bedeuten soll wie: „der Stamm der Slawen in Carnuntum, das sie entstellend Carantanum nennen“. Oder es kommt aus der Ortsbezeichnung „Karanto“ was sich von „Stein, Fels“ ableitet bzw. ein paar anderer Vermutungen, welche rund um die Namensgebung kursieren.
976 begann die Eigenständigkeit des Herzogstums Kärnten. In dieser Zeit wurden Kloster gegründet, Befestigungsanlangen und Schlösser gebaut. Erst 1335 übertrug Kaiser Ludwig der Bayer das Herzogtum an die Habsburger, die es mit dem damaligen Österreich, der Steiermark und Krain (heute Slowenien) vereinigten.
Landestypisch isst man in Kärnten die heute kennen gelernten, wohlbekannten Kärntner Kasnudeln, die schon im Mittelalter gekannt und geschätzt wurden. Schaut man weiter gegen Süden, findet man den Ravioli, eine spannende italienische Abwechslung. Für alle Süssigkeitentiger kommt der hausgemachte Kärntner Reindling sehr gelegen. Dieser ist ein Hefegebäck mit Zimt, Zucker und Rosinen und hat die Gubana (aus Friaul) und die Pohaca (Slowenien) als nahe Verwandte.

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