Wiener Erdäpfelsuppe

Wiener Erdäpfelsuppe

Wien, Wien nur du allein, sollst stets die Stadt meiner Träume sein …

Servus aus Wien und küss die Hand gnä’Frau! …schon 1912 erkannte Rudolf Sieczyński wie wunderbar die schöne Stadt an der Donau ist. Dieses Lied wurde übrigens 1999 in die Filmmusik von „Eyes Wide Shut“ eingebaut.. na das soll mal was heissen ;) ..

Doch nun zurück zum Essen – die Erdäpfel wurden 1588 von einem Botaniker namens Charles de l’Ecluse als Staude nach Wien gebracht. Mit etlichen Startschwierigkeiten, denn man dachte sie sei giftig!
Jedoch herrschte während der Napoleonischen Kriege eine furchtbare Nahrungsmittelknappheit und man wurde erfinderisch, die Erdäpfel gewannen an Beliebtheit und sind seit damals nicht mehr aus der Wiener Küche wegzudenken!
Man findet sie gekocht als Petersilienkartoffel zum klassischen Wiener Schnitzel, gebraten als knusprige Beilage zum Überbackenen Leberkäse, püriert als Erdäpfelpüree zu ein paar Fleischlaberl aber auch als Teig für Knödeln und Nudeln wie zB in gschmackigen Mohn Wuzzinudeln.

An unserem ersten Tag in Wien kochen wir eine köstliche Wiener Erdäpfelsuppe, in diesem Fall mit g’schmackiger Pilz-Speckeinlage, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

Zutaten für 4 Personen:

    1 Liter kräftige Rindsuppe
    250 g Erdäpfel
    80 g Schwammerln (frische Steinpilze oder Eierschwammerl)
    50 g Frühstücksspeck
    eine grosse Zwiebel
    2 Karotten
    2 gelbe Rüben
    etwa 30 Gramm Sellerie
    4 EL Butter (alternativ Butterschmalz)
    1 EL Mehl
    125 ml Schlagobers
    1 Lorbeerblatt
    Majoran
    gemahlener Kümmel
    2 Knoblauchzehen
    Salz & Pfeffer
    Schuss Weißwein
    etwas Schnittlauch

Die Erdäpfel, Karotten, gelben Rüben und den Sellerie in Würfel schneiden. Die Schwammeln putzen, die Stiele abschneiden, alles klein schneiden und in einer extra Schüssel sammeln.

Die Zwiebel schälen und fein schneiden, in einem Suppentopf Butter (oder Schmalz) erhitzen. Die Zwiebel goldig anrösten und ein Drittel der Erdäpfel sowie ein Drittel der Karotten, Rüben, Sellerie Mischung und die Pilzstiele in die Pfanne hinzugeben und ebenfalls anrösten.

Mit dem Mehl stauben und mit einem Schuss Weisswein ablöschen. Mit der Rindssuppe aufgiessen, aufkochen lassen und mit Majoran, Lorbeerblatt, Kümmel, zerdrücktem Knoblauch, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Die Suppe für 10 Minuten kochen lassen, anschliessend das Lorbeerblatt herausnehmen und die Suppe pürieren.

Das restliche Gemüse in die Suppe geben und weitere 10 – 15 Minuten auf kleiner Flamme weich kochen lassen. In dieser Zeit in einer Pfanne den kleingeschnittenen Speck ohne Zugabe von Butter oder Öl erhitzen (dabei verliert der Speck das Eigenfett) und die mundgerecht geschnittenen Pilzköpfe hinzu geben und anrösten.

Zum Schluss das Schlagobers in die Suppe giessen und nochmals aufkochen lassen.

Mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Die Suppe auf Tellern verteilen, die Pilz-Speckmischung mit einem Löffel mittig platzieren und mit geschnittenem Schnittlauch bestreuen.

Wer schon einmal in Wien war, kennt die schönen Gasserln, die beeindruckenden Gebäude, den Naschmarkt … Einmal kurz die Augen zu machen, sich in ein kultiges Wiener Wirtshaus denken und loslöffeln…

Guten Appetit :) !

Hättet ihrs gewusst?
Lovelypedia – Typisch Wien oder auch good Morning in Vienna:

Wien wurde im Dezember 2001 zum UNESCO Welterbe ernannt. Auch ein zweites Weltkulturerbe befindet sich in der 415 km² Stadt: das wunderbare Schloss Schönbrunn samt seinem beeindruckenden Schlossgarten.

Die wunderbare Stadt an der Donau kann aber weit mehr bieten. Vom Beisl bis zum Haubenrestaurant ist alles vertreten und man bekommt auch um 02.00 Uhr nachts noch eine knackige Käsekrainer serviert – inkl. sympathischem Plausch. Es gibt viele Plätzchen die zum Verbleiben einladen wie etwa der Naschmarkt, die Lokale am Donaukanal oder etwa ein Strandbesuch bei Sand in the City.

Die klassische Wiener Küche ist geprägt von früheren Kochkünsten der Zuwanderer aus den Ländern der k. u. k. Monarchie (heutiges Ungarn, Böhmen) aber es gibt auch Einflüsse aus Italien und Frankreich. Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat hat wohl fast jeder schon einmal gegessen.

Besonders die süsse Wiener Küche kann sich sehen lassen. Golatschen, Strudel, Palatschinken, Schmarren und Torten in Hülle und Fülle, … Und eine Auswahl an verschiedenen Kaffeezubereitungsvarianten, dass man beim Bestellen fast in Verlegenheit gerät.

One Comment

  1. Hallo Sophie,

    klingt nach einem leckeren Rezept! Ich war dieses Jahr auch in Wien und fand es super :) Habe dazu auch in meinem Blog geschrieben. Vielleicht magst Du ihn dir ja mal anschauen! Würde mich freuen :)

    LG
    Krissi

Kommentar verfassen