«Persönlich gefragt» mit Nicole Greber

*Türchen Nummer 17*: Nicole und ein paar wunderbare Backkurse

Adventkalender: *Türchen Nummer 17*

Zutaten Teig:
4 Eier
1 Becher Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Becher Trinkkakaopulver
1 EL echter Kakao
1 Becher Haselnüsse
1 Becher Sauerrahm (Saurer Rahm)
1 Becher Mehl
1/2 Becher Öl
eine Hand voll Schokostücke, backfest
1 gestrichener TL Backpulver

Zutaten Topping:
250 Gramm Schlagobers (Vollrahm)
150 Gramm Weisse Kuvertüre

Für die Deko:
ein paar Zuckerblümchen
ein paar Zuckerkugeln

Köstliche Cucakes mit einem Topping aus weisser Schokolade

Hoi zemma,

Sophie und ich kennen uns gerade mal drei Monate, aber mir kommt es schon wie eine Ewigkeit vor. Ich habe sie auf der Suche nach einer Köchin, welche den süssen Bereich in meinem hauseigenen Kochstudio Kochwelt abdeckt, kennengelernt. Meine Schwägerin hat mich auf einen Zeitungsbericht über die erste Liechtensteiner Foodbloggerin aufmerksam gemacht und ich dachte, dass ich mein Glück einfach mal versuche. Die Antwort von Sophie hat genau 15 Minuten auf sich warten lassen. Ihre Antwort war so voller Begeisterung, das schnell klar war, dass sie perfekte Erweiterung für unser kleines Team ist. Ihre Backkurse findet Ihr übrigens auf unsere Homepage der Greber AG oder direkt hier unter Backkurse. Ich bin mir sicher, dass sie ihre Kurse mit derselben positiven Energie, wie ich sie kennengelernt habe, bestreiten wird. Auf eine tolle Zusammenarbeit! Nun aber zu meinem Rezept. Ich liebe Cupcakes einfach! Tolle kleine Hingucker, die wunderbar schmecken. Bei diesem Rezept und Foto hatte ich allerdings kräftige Unterstützung von Sophie.

Cupcakes Schokotopping

Die Zubereitung:

Wir beginnen mit dem Topping, denn das muss idealerweise über Nacht im Kühlschrank rasten. Dafür das Schlagobers (Vollrahm) in einem Topf sehr heiss werden lassen (am besten kurz vor kochen, allerdingst keinesfalls aufkochen lassen!). In dieser Zeit die weisse Kuvertüre mit einem grossen Messer klein hacken.
Das heisse Obers (Vollrahm) über die Schokostückchen giessen und sobald die Schokolade geschmolzen ist, mit einem Stabmixer homogenisieren. Eine Minute mixen sollte reichen.
Anschliessend die Schokomasse abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen – unbedingt ruhen lassen!

Für den Teig werden die Eier mit dem Zucker sehr schaumig geschlagen. Nach und nach alle weiteren Zutaten für den Teig untermengen, wobei die Zugabe vom Sauerrahm (Saurer Halbrahm) und das Mehl abwechselnd in kleinen Portionen empfehlenswert ist, denn dann bleibt der Teig luftiger.

Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Ein Muffinblech für 12 Stück mit Papierfärmchen bestücken und den Teig hineingeben, maximal zu 2/3 füllen sonst gehen sie über. Abschliessend noch die Schokostückchen gleichmässig auf dem Teig verteilen und für 20-25 Minuten in den Ofen schieben. (Die Masse reicht für 24 Stück, es wird auf zwei Partien gebacken, bitte den Teig beobachten – jedes Backrohr ist anders und die Zeit kann variieren.)

Die Böden erst einmal gut abkühlen lassen.

Für das Topping die Schoko-Schlagobersmischung aus dem Kühlschrank holen und mit dem Mixer so lange aufschlagen bis eine komplakte Masse entsteht, welche fest genug ist um auf den Cupcakes zu halten.

Mit einem Spritzsack und eine Tülle nach Wahl wird die Masse nun auf die Cupcakes dressiert. Abschliessend noch mit den Zuckerblumen und den Kügelchen verzieren.

Die Cupcakes halten mehrere Tage, müssen aber unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Gutes Gelingen!

Weisse Schokolade Topping

Weihnachtsgeschichte:
Tschilp von Barbara Pronnet (gekürzte Version)

Helle Aufregung in der Familie am Weihnachtstag. Mama und Papa begrüssten gerade Oma und Opa die zum Feste kamen, als die fünfjährige Luna ihrem Kanarienvogel Tschilp noch schnell eine Apfelspalte in den Käfig legen wollte. Tschilp huschte durch die offene Käfigtüre an ihren kleinen Händen vorbei und flog Richtung Fenster, welches gerade noch zum Lüften geöffnet war. Luna schrie wie am Spiess und rannte in den Flur und die ganze Familie war plötzlich hysterisch. Alle redeten aufgeregt durcheinander bis langsam klar wurde was genau passiert war. Luna stand zitternd zwischen den Erwachsenen, in ihrem blauem Samtkleid, den Lackschuhen und den blonden Zöpfchen und heulte wie ein Schlosshund.

Die Erwachsenen warfen sich über Lunas Kopf verzweifelte Blicke zu. Das arme Kind, ob die Geschenke sie jetzt noch trösten können? Sie liebt Tschilp doch so sehr. Wir suchen ihn, am besten gleich, es nutzt nichts, alles andere muss warten. Auch das Christkind. Kein Tschilp in der Küche, im Wohnzimmer, auf dem Balkon, nirgends, er konnte weiss Gott wo sein. Entweder entflogen und jämmerlich erfrierend oder verschreckt hinter der Schrankwand. Himmel nochmal.

Danach begab sich die Familie geknickt an den festlichen Esstisch. Daneben stand der Christbaum herrlich geschmückt und wartete auf seinen großen Auftritt. Mama tischte das feine Essen auf und jeder tat so als ob es ihm schmeckte. Mittendrin Luna mit tränenverschmierten Wangen und leisen Schluchzern. Die Oma und Mama räumten den Tisch ab und brachten Plätzchen und Getränke. Jetzt sollte doch das Christkind kommen. Ich will keine Geschenke, ich will Tschilp wieder haben, jammerte Luna. Sie war untröstlich. Plötzlich wollte sie überhaupt nichts mehr. Es war alles ihre Schuld.

Dann bimmelte das Glöckchen. Luna trottete ins Wohnzimmer. Da lagen die vielen Geschenke, der Christbaum leuchtete wunderbar und Lunas kleines Herz zog sich zusammen. Die Familie wollte tapfer „Kling Glöckchen“ singen so wie jedes Jahr. Sie begannen etwas holperig, aber was war das? Ein zartes Zwitschern aus dem Christbaum, ganz leise, aber alle hatten es gehört, mischte sich in ihren Gesang. Tschilp, schrie Luna voller Freude. Die Familie schaute durch die strahlende Lichterkette, die leuchtenden Glaskugeln, ganz hinten im dicken Grün der Tanne sass Tschilp und äugte frech heraus. Der hatte sich die ganze Zeit still gehalten der kleine Piepmatz. Hielt wohl ein Nickerchen im duftenden Tann. Papa griff sich sanft das kleine Vögelchen und streichelte ihm das gelbe Köpfchen. Schnell wurde Tschilp in seinen Käfig gebracht und er ließ sich gleich die Apfelspalte von Luna schmecken.

Die Oma streichelte die Wangen ihrer Enkelin. Gell Luna, meistens ist das was wir bereits haben viel wertvoller, als dass, was wir noch bekommen werden. Da war sie wieder, die wonnige Weihnachtsfreude in Lunas Augen und ihre Familie und sie konnten jetzt glücklich den Heiligen Abend feiern.

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