Riebel Flammeri

Riebel Flammeri

Jeder in Vorarlberg kennt den traditionellen Riebel. Ich hab mir eine neue Variante aus dem Maisgericht einfallen lassen…

Für alle die nicht aus der Gegend sind – was genau ist „Riebel“ eigentlich?
Riebel ist ein einfaches Maisgericht, welches vorrangig in Vorarlberg und dem St.Galler Rheinthal, also den Grenzregionen Österreichs, Liechtensteins und der Schweiz.

Früher war man sehr dankbar den Riebel zu haben, denn er war das klassische „arme Leute Essen“ und kam vorrangig bei bäuerlichen Familien zum Frühstück auf den Tisch. In manchen Gebieten Österreichs gibt es ein ähnliches Gericht – den „Sterz“ oder „Türkensterz“. Die Österreicher nannten den Mais nämlich „Türkenmais“, „Türken“ oder wie wir schon vom Burgenland kennen – die slawische Bezeichnung „Kukuruz“.

Viele Namen, etliche Geschichten,… Da hatte ich die spontane Idee, den Meister auf dem Gebiet von Riebel und Co. zu besuchen – Richard Dietrich!
An einem schönen Samstag Morgen besuchten wir ihn in seinem Hofladen in Lauterach. Robin und ich wurden sehr herzliche empfangen und Richard war sofort bereit mir alles über Riebel und dessen Geschichte zu erzählen.

Tradition & Moderne, genau das findet man im Hofladen von Richard Dietrich. Den Riebel-Mais für mein Riebel Flammeri habe ich natürlich gleich direkt ab Hof mitgenommen. Doch damit nicht genug… Mais Tortillas, herrliche Tomatensalsa und Bramata wanderten ebenfalls – genau wie eine Flasche Gin (sorry, da konnte ich nicht anders ;) ) ins Körberl und fuhren mit nach Hause.

Mir ist aufgefallen, dass man in dem kleinen Hofladen ganz Besonderes findet. Man spürt die Regionalität und die Herstellung nach alter Tradition. Vorarlberger Rohstoffe werden veredelt und wahre Kostbarkeiten entstehen. Schaut gerne mal bei ihm vorbei, es gibt viele Dinge zu entdecken.

Seid ihr nun schon gespannt meine Kreation gemacht wird?

Für 4 Portionen benötigt ihr:

    500 ml Milch
    100 Gramm Riebel
    eine Prise Salz
    eine Vanilleschote
    130 Gramm Zucker
    50 ml Schlagobers
    1 Dotter
    optional: 15 Gramm Mandeln
    18 Gramm Mohn
    ein paar Mandelsplitter für die Deko

Die Milch gemeinsam mit dem Riebel, der Prise Salz und dem Zucker in einem Topf aufkochen und etwa 5 Minuten unter rühren dahinköcheln lassen.

Schlagobers und das Mark der Vanilleschote hinzugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Mit einem Löffel kurz abschmecken ob der Mais bereits weich geworden ist, andernfalls noch etwas weiter köcheln lassen.

Zum Schluss noch den Dotter einrühren und weitere 2 Minuten auf kleiner Flamme am Herd lassen.

Für ein wenig Abwechslung sorgt man, wenn der entstandene Brei in 3 Teile geteilt wird und …

1) bleibt wie er ist ;)
2) kommt der Mohn hinein
3) kommen die Mandeln hinein.

Somit kann man sich durch drei feine Geschmacksrichtungen kosten ;) …

Zum Abschluss in kleine Gläser füllen, ein paar Mandelsplitter darüber streuen und warm oder kalt geniessen.

Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick in mein nähestes österreichische Bundesland geben.
Alles Liebe und noch einen feinen Tag,
Sophie

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