Käsknöpfle aus dem wunderbaren Vorarlberg

Käsknöpfle aus dem wunderbaren Vorarlberg

Eine eigentlich geheime Käsemischung, ein herrlicher Familienabend und anschliessend? … natürlich volle Bäuche ;) …

Gestern hatten wir das Vergnügen die g’schmackige Flädlesuppe mitsamt meiner geliebten Hühnersuppe von meiner Oma zu probieren, heute wirds richtig traditionell Vorarlbergerisch.

Von meinem Zuhause Liechtenstein gesehen ist es für mich das geografisch nahegelegenste Bundesland. Jaja, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase von 2-3 Monaten hab ich die lieben Vorarlberger dann auch verstanden… Denn Vorarlberg ist Kulturell und vor allem Sprachlich anders als der Rest von Österreich. Nirgendwo sonst spricht man einen solch einzigartigen alemannischen Dialekt wie hier und nicht umsonst haben der Westen und der Rest von Österreich so manch Verständnisschwierigkeiten oder wisst ihr was Bölla, Grumpara oder Kriasi bedeuten?

Zutaten für 4 gute Esser (wir waren zu Dritt und hätten es beinahe geschafft):

    5 Eier
    500g Knöpflemehl, alternativ griffiges Mehl (Type 480)
    1/8 l Wasser
    100g Vorarlberger Klosterkäs
    100g Vorarlberger Sauerkäs
    100g Vorarlberger Bergkäs
    1 grosse Zwiebel
    150g Butter
    1/2 Bund Schnittlauch
    Prise Salz, Muskatnuss
    Pfeffer aus der Mühle
    etwas Apfelmus

Eier, Mehl, 1/8 Liter warmes Wasser, eine Prise Salz und Muskatnuss zu einem Teig verarbeiten. Der Teig hat eine sehr klebrige Konsistenz – deshalb empfehle ich die Verarbeitung mit einem Spätzlehobel, alternativ geht auch ein Küchenbrett und ein Messer (sehr kleine Portionen ins Wasser schieben).

Dazu einen grossen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Sobald die Knöpfle an die Oberfläche kommen, sind sie fertig und können abgeseiht werden.

Nun in einer grossen gebutterten Schüssel Spätzle, Käse, Spätzle, Käse schichten. Ich habe die Form dann in den Ofen gestellt und bei 80 Grad warmgehalten.

Nun in einer Pfanne die Butter zerlassen und die Zwiebel schälen, halbieren und dann in Streifen schneiden. Anschliessend die Zwiebel in der Butter goldig knusprig braten – seid vorsichtig, Zwiebel bräunen ganz schön nach!

Die Käsknöpfle aus dem Ofen holen, mit frisch geschnittenem Schnittlauch bestreuen (das habe ich vergessen, wie man unschwer am Titelbild erkennen kann, hehe) und anschliessend die Zwiebel samt der Butter die eventuell noch in der Pfanne verblieben ist, übergiessen.

Nun eventuell noch mit Salz & Pfeffer würzen.

Falls ihr noch Salat oder den Tisch herrichten müsst. Könnt ihr die Form ruhig noch einmal in den Ofen schieben, das macht gar nichts – im Gegenteil, ich finde es zieht nochmal richtig gut durch und ihr gewinnt nochmal an Geschmack.

Nach der Ruhephase im Backrohr gemeinsam mit Apfelmus servieren.

Plant nachher nicht mehr allzu viel ein, ausser vielleicht einen gemütlichen Verdauungsspaziergang …

An guata,
und hoffentlich ist es bei Euch dann auch so „guat gsi“ ;) …

Hättet ihrs gewusst? Was weiss Lovelypedia zum Land Vorarlberg…
Der Name Vorarlberg kommt, schwer zu erkennen, von der früheren Bezeichnung „vor dem Arlberg“, der heutige Name wird übrigens seit Mitte des 18. Jahrhunderts verwendet.
Vorarlberg ist ein weltoffenes, kunstsinniges Land. Gipfel erklimmen, von Alpe zu Alpe wandern, Architektur und Kunst kennenlernen, würzigen Käse probieren – Vorarlberg ist ein Fest für alle Sinne.
Die saftigen Wiesen und Weiden prägen Vorarlbergs Landschaft im Tal und bis ganz hinauf hoch auf die Almen. Hier hat die Milch- und Käseproduktion bereits seit dem 12. Jahrhundert eine dominante Bedeutung für die heimische Landwirtschaft, denn über 60 Prozent der Milch wird zu einer Vielzahl von Käsespezialitäten veredelt.
Ein Leitprodukt der Vorarlberger Käsevielfalt ist der ursprungsgeschützte Vorarlberger Alp- und Bergkäse. So werden in einer drei Stufen Bewirtschaftungs- und Nutzungsform „Talbetrieb“ – „Vorsäß“ – „Hochalpe“ rund 80 Millionen Kilogramm Heumilch produziert. Auf etwa 150 Alpsennereien wird diese Milch zu Vorarlberger Alpkäse erzeugt und in etwa 30 weiteren Sennereien wird der Vorarlberger Bergkäse produziert.

Kommentar verfassen