Esterházy Torte

Die ungarische Creme-Torte aus der K.u.K. Monarchie ist ein gern gesehener Gast…

Kreiert von Budapester Konditoren wird die Esterházy Torte von Hobbybäckern gern verschmäht, da sie sehr aufwendig ist. Einmal gemacht, ist es zwar immer noch etwas Arbeit, aber man wird mit einem köstlichen Törtchen belohnt, welches bei jung und alt beliebt ist.

Für eine Torte mit ca. 24 cm Durchmesser benötigt ihr:

Zutaten für die Creme

  • 300 ml Milch
  • 40 Gramm Maisstärke (Maizena)
  • 3 Eidotter
  • 150 Gramm Zucker
  • 1 Packerl Vanillezucker
  • 1 Vanilleschote

Zutaten für den Teig

  • 8 Eiklar (Eier Grösse L)
  • 185 Gramm Zucker
  • Prise Salz
  • etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 1 Packerl Vanillezucker
  • 185 Gramm sehr fein geriebene Haselnüsse
  • 75 Gramm gesiebtes Mehl
  • etwas Zimt
  • 5 Bögen Backpapier
  • etwas Marillenmarmelade ohne Stücke
  • Mandelsplitter

Zutaten für die Glasur

  • 360 Gramm Staubzucker
  • etwas kochendes Wasser
  • 1/2 Eiklar
  • Saft einer Zitrone
  • 2 EL Kakao

Zubereitung der Creme:

  1. 100ml Milch mit 40 Gramm Maisstärke und den Eidottern gut vermischen (Eiklar aufbewahren, die benötigen wir anschliessend noch).
  2. In einem Topf die restlichen 200ml mit 150g Zucker, dem Vanillezucker und der ausgekratzten Vanilleschote (Schote am besten auch gleich mit) zum Kochen bringen. Sofort vom Herd nehmen und die Milch-Stärke-Dotter Mischung mit einem Schneebesen einrühren und bei mittlerer Hitze zurück auf den Herd stellen und eindicken lassen. Vom Herd nehmen und mit Folie bedecken, damit sich keine Haut bildet.
  3. Die Butter gut cremig schlagen (am besten nicht direkt aus dem Kühlschrank nehmen) und den ausgekühlten Pudding (ohne Vanilleschote) in kleinen Etappen unter die Butter rühren.

Zubereitung der Teigböden und Zusammensetzen der Torte:

  1. Es bedarf etwas Vorbereitungsarbeit. Auf 5 Bögen Backpapier einen Kreis mit 23 cm Durchmesser auf die Unterseite des Papiers malen (wir wollen den Abrieb des Bleistiftes später nicht auf unserem Tortenteig haben). Den Backofen auf 200°C vorheizen.
  2. Nun Eiklar mit Zucker, Salz, Zitronenabrieb, Vanillezucker zu einem festen Schaum schlagen. Die Haselnüsse mit dem Mehl und dem Zimt in einer extra Schüssel vermengen und zusammen unter den Eischnee unterheben.
  3. Den Teig nun recht dünn (etwa 0.5 cm) auf das erste Backpapier streichen und einzeln jeweils 10 Minuten backen und sofort vom Papier lösen. Die Böden sollen eine minimale Bräunung bekommen. Dies nun wiederholen bis kein Teig mehr übrig ist. Ich hatte am Schluss noch etwas Teig, strich diesen auf ein gebrauchtes Backpapier und habe somit 6 Teigplatten erhalten. Gut abkühlen lassen.
  4. Zum Schichten mit einem Teigboden beginnen. Den Teigboden mit Creme bestreichen und einen weiteren Teigboden darauf platzieren. Wiederholen und mit einem Teigboden abschliessen.
  5. Den obersten Boden mit etwas Marillenmarmelade bestreichen (als Unterlage für den Zuckerguss). Den Rand mit Creme einstreichen. Ist die Torte recht schief geworden, mit einer Palette und etwas Creme ausgleichen. Den Rand mit Mandelsplittern verzieren.

Zubereitung der Creme und das Muster ziehen

  1. Das Wasser aufkochen lassen. In der Zwischenzeit den Staubzucker in eine Schüssel geben.
  2. Tröpfchenweise mit Wasser bis eine dicke Creme entsteht. Nun das Eiklar einrühren und wenig Zitronensaft untermengen. Solange rühren bis sich eine geschmeidige Glasur bindet.
  3. Ein Drittel der Glasur in eine extra Schüssel geben und mit Kakao braun färben. Die braune Glasur in einen Spritzbeutel mit kleiner Tülle füllen oder alternativ aus Backpapier ein Stanitzel formen.
  4. Mit der weissen Glasur den Deckel der Torte überziehen. Schnell mit der braunen Glasur in der Mitte beginnend in Kreiselform bis zum Rand malen. Anschliessend mit einem Zahnstocher immer wieder von der Mitte zum Rand das Muster malen.

Die Torte schmeckt am besten wenn man sie ordentlich durchziehen lässt. Es ist immer wunderbar, wenn man den ersten Schnitt wagt und diese herrlichen Schichten zum Vorschein kommen – da weiss ich dann immer, die Mühe hat sich definitiv gelohnt.
Ich wünsche Euch gutes Gelingen und durchhalten, die Mühe lohnt sich.

Allerliebst, Eure Sophie

 

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