Pavlova

Australische Pavlova mit einer Maracuja-Curd und vielen exotischen Früchten

Zum ersten Geburtstag von meinem lovely.li darf eine ordentliche Geburtstagstorte nicht fehlen…

Eine normale Schokotorte? Eine Biskuitmasse? Nein, zum Geburtstag gehört mal etwas neues her – eine Pavlova!

Was benötigt ihr dafür?

4 Eiklar (ca 120 Gramm)
240 Gramm Staubzucker (immer doppelte Menge Eiklar)
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt
2 TL eines milden Essigs
2 TL Maizena (Stärke)

Für die Maracujacurd:

4 Dotter
80 Gramm Staubzucker
60 Gramm Butter
125 ml Marajucasaft

und für das Topping:

250 ml Schlagobers (Schlagrahm)
1 Drachenfrucht
eine Hand voll Cumquats
eine Sternfrucht
rote Trauben
eine Kiwi
eine Feige
Granatapfel

Zu Beginn möchte ich nochmals erwähnen, die Eiklar müssen bitte unbedingt gewogen werden. Anschliessend nehmt die Doppelte Menge Staubzucker. Auch die anderen Zutaten bitte genau abmessen, da es sonst sein kann, dass das Rezept nicht optimal gelingt. Bitte bedenkt auch: jeder Backofen ist anders!

Noch ein kleiner Trick – spült doch die Schüssel und den Rührbesen vor dem aufschlagen mit etwas Essig ab. So könnt ihr sicher sein, vollkommen fettfrei zu arbeiten.

Heizt erst einmal den Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze (keinesfalls Heissluft!) vor.

Die Eiklar mit dem Mixer leicht aufschlagen, anschliessend und weiterem Rühren den Zucker einrieseln lassen. Diese Masse müsst ihr nun richtig fest schlagen und der Zucker muss sich komplett aufgelöst haben – dies dauert etwa 10 Minuten! Zur Probe stecke ich immer einen Löffel hinein – bleibt er, so ist die Masse optimal. Für den Zuckertest könnt ihr etwas von der Masse zwischen den Fingern reiben – knirscht es, dauert es noch ein wenig.

Nun gebt bitte Vanilleextrakt und den milden Essig hinzu. Die Stärke mit einem Sieb darüber streuen. Nun ganz vorsichtig unterheben, dies sollte mit möglichst wenigen Bewegungen passieren.

Auf einem Backbleck ein Backpapier auflegen und die Masse in Form von einem Kuchen (rund und etwa 5-6 cm hoch) darauf setzen. Ihr könnt prima modellieren, denn die Masse sollte sehr steif sein. Bringt sie ordentlich in Form, zieht Spitzen, denn nachher wird sie sich nicht mehr verändern lassen ;) .. . In der Mitte lasst eine kleine Mulde, dann könnt ihr die Früchte besser darauf verteilen (auf dem Bild sieht man keine Mulde – ich hatte anschliessend auch Mühe mit den Früchten ;) ).

Nun darf das gute Stück auf der untersten Schiene in den Backofen, gleichzeitig reduziert die Hitze auf 120 Grad. Bei dieser Temperatur für etwa 60 Minuten backen und dabei niemals die Türe aufmachen!

Nach der Stunde darf das Backrohr leicht geöffnet werden (ein Geschirrtuch oder einen Kochlöffel einklemmen). Die Pavlova sollte nun für mindestens 30 Minuten auskühlen.

In der Zwischenzeit werden die Früchte gewaschen, geschält und in passende Stücke geschnitten.

Und die Maracujacreme gemacht: Dazu bitte den Saft (entweder ihr nehmt den Saft von Früchten und kratzt das Fruchtfleisch aus und presst es durch ein Sieb, oder ihr nehmt einfach fertigen Fruchtsaft) abmessen und bereitstellen.

Die Eidotter und den Zucker solange mixen bis eine helle sehr cremige Masse entsteht. Hier kann ich wieder nur sagen – holt euch gute Eier – die erledigen schon die Hälfte des guten Geschmacks und der tollen Konsistenz!

Nun den Maracujasaft hinzu geben und ordentlich unterrühren.

Auf einem Wasserbad (die Metallschüssel darf das Wasser niemals berühren, sonst wird es zu heiss) mit einem Kochlöffel unter dauerrühren eindicken lassen. Hier bitte gut achtgeben – immer die Masse vom Boden wegschaben und keinesfalls zu heiss werden lassen, denn dann dickt das Ei ein und es gibt kein zurück mehr – dann wird’s krümelig.

Nun gebt bitte die kalte Butter, ebenfalls unter rühren, hinzu und lässt sie schön in die Creme schmelzen. Gut abkühlen lassen.

Diese Torte lebt von ihrer frischen Zubereitung, deshalb gilt – erst kurz vor dem Servieren die folgenden Schritte erledigen:

Das Schlagobers gut aufschlagen. Auf die Pavlova zuerst die Maracujacurd geben und anschliessend das Obers darauf verteilen. Auf diese dicke Schicht werden nun die Früchte drapiert. Hier ist der Kreativität keine Grenze gesetzt ;) …

Die Herstellung ist zwar etwas aufwändig, aber jede Nachkatze wird mit dem fruchtig süssem Geschmack belohnt. Und zum Geburtstag darf es auch mal was besonderes geben.

Ich wünsch euch noch einen wunderbaren Tag,
eure Sophie

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